"Die Seelenpianistin" ....
Schon von Kindheitstagen an spürte ich die Sehnsucht nach einem Klavier. Mit 10 Jahren war es endlich soweit und ein kleines Klavier hielt Einzug in unser Wohnzimmer. Während mein erster Klavierlehrer es in ganz kurzer Zeit geschafft hatte, meine Liebe zum Klavierspiel beinahe im Keim zu ersticken, so hatte ich umso größeres Glück mit meinem zweiten Klavierlehrer, dem bekannten Pianisten und Gründer der Chopin-Gesellschaft in Darmstadt, Maciej Lukaszczyk. Auch gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jacek Lukaszczyk (Wien) trat er auf zahlreichen Konzertreisen auf.
Knapp 5 Jahre erhielt ich Unterricht bei Maciej Lukaszczyk und ich bin ihm bis heute dankbar, für seine Geduld und seine Art des Unterrichts. Schon früh begann ich die Werke umzuinterpretieren. Nach vorgegebenen Noten zu spielen war nie meine Welt. Ich wollte meine eigenen Frequenzen und Melodien, mich selber ausdrücken und gestalten. Auch wenn ich monatelang die gleichen Lieder präsentierte, da ich die Noten nicht geübt hatte, Maciej Lukaszczyk war immer geduldig und hat es dadurch geschafft, dass ich die Freude am Klavierspiel behielt und meinen eigenen Weg finden konnte. Die gute Tasse Kaffee und das Stück Kuchen als Nervennahrung, das es immer zu den Unterrichtsstunden gab, haben auch ganz sicher nicht geschadet. ;-)
Heute ist das Klavierspiel meine Freude, meine Leidenschaft, meine Medizin, mein emotionales Ausdrucksmittel und aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Jedes Klavier hat eine eigene "Seele" und es ist immer wieder faszinierend, welche unterschiedlichen Frequenzen entstehen und heraus gezaubert werden können.
Wer mehr Informationen möchte, zur Chopin-Gesellschaft Darmstadt und zur Biographie von Maciej Lukaszczyk: hier klicken
